Bei Tierfutter entscheidet längst nicht mehr nur der Inhalt des Napfes darüber, ob sich eine Marke richtig anfühlt. Viele Hunde- und Katzenhalter möchten wissen, wo Zutaten herkommen, wie transparent ein Unternehmen kommuniziert, wie Verpackungen gestaltet werden und ob soziale oder ökologische Verantwortung mehr als ein Werbesatz ist. Tales & Tails hat diese Fragen von Anfang an eng mit seiner Markenidentität verbunden. Das deutsche Start-up wurde 2018 von Kaja, Cathrin und Stella gegründet und ist inzwischen zu einem kleinen Team aus Tierfreunden gewachsen.
Neben Trockenfutter, Nassfutter, Leckerli, Kauartikeln und Ergänzungsprodukten für Hunde gibt es mittlerweile auch Nassfutter und Snacks für Katzen. Auffällige Wortspiele sorgen für Leichtigkeit, doch gleichzeitig verfolgt das Unternehmen konkrete Ansätze rund um erneuerbare Energie, Verpackungsoptimierung, Recycling und Tierschutzspenden. Dadurch entsteht eine Marke, bei der Produkte, Community und gesellschaftliches Engagement sichtbar miteinander verbunden werden.
Transparente Zutatenlisten schaffen Vertrauen beim täglichen Füttern
Wer seinem Hund oder seiner Katze jeden Tag dasselbe Produkt gibt, möchte nachvollziehen können, was darin steckt. Tales & Tails stellt deshalb klare Deklarationen und verständliche Zutaten in den Mittelpunkt. Das ist besonders hilfreich bei Tieren, die auf bestimmte Proteinquellen empfindlich reagieren oder bei denen Halter einzelne Zutaten bewusst meiden möchten. Im Hundesortiment finden sich Rezepturen mit Ente, Lamm, Pferd, Rind, Fisch und weiteren Proteinquellen. Viele Produkte sind getreide- und zuckerfrei, außerdem verzichtet die Marke bei ihren Futtersorten auf künstliche Farb- und Aromastoffe. Diese Eigenschaften sollten trotzdem nicht als universeller Beweis dafür verstanden werden, dass ein Produkt automatisch für jedes Tier optimal ist. Entscheidend bleibt, ob die gesamte Rezeptur zur Lebensphase, Aktivität und individuellen Verträglichkeit passt.
Nachhaltigkeit beginnt bei der Produktion und endet nicht beim Versandkarton
Tales & Tails beschreibt Nachhaltigkeit nicht als einzelne Maßnahme, sondern als fortlaufenden Prozess. Nach Angaben der Marke werden Leckerli, Snacks, Nassfutter und Öl mit erneuerbarer Energie hergestellt, während bei der Trockenfutterproduktion Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage zum Einsatz kommt. Auch im Versand versucht das Unternehmen, den Materialeinsatz bewusster zu gestalten. Versandkartons und Füllmaterial bestehen aus recycelten Materialien, während beim Verpackungsdesign regelmäßig getestet wird, wo Schichten, Kunststoff oder zusätzliche Etiketten reduziert werden können. Solche Veränderungen wirken einzeln vielleicht klein, haben bei regelmäßig verkauften Alltagsprodukten aber eine andere Bedeutung als bei selten gekauften Artikeln. Gleichzeitig bleibt Verpackung notwendig, um Futter hygienisch und haltbar zu transportieren – Nachhaltigkeit bedeutet hier also eher Optimierung als völligen Materialverzicht.
Welche Werte verbinden sich bei Tales & Tails mit dem Produktsortiment?
Die Marke kombiniert mehrere Ansätze, die über reine Rezepturen hinausgehen:
- Klare Produktdeklarationen, damit Tierhalter Zutaten leichter nachvollziehen können.
- Verschiedene einzelne Proteinquellen, die eine gezieltere Auswahl ermöglichen.
- Getreide- und zuckerfreie Rezepturen in großen Teilen des Sortiments.
- Erneuerbare Energie bei der Herstellung verschiedener Produktgruppen.
- Photovoltaikstrom in der Trockenfutterproduktion.
- Recycelte Kartonagen und Füllmaterialien beim Versand.
- Fortlaufende Verpackungsoptimierung, um unnötige Materialien zu reduzieren.
- Eine Spende pro verkauftem Produkt an Tierschutzprojekte.
- Futter- und Sachspenden an Organisationen, wenn Produkte beziehungsweise Materialien sinnvoll weitergegeben werden können.
- Eine Community-orientierte Produktentwicklung, bei der Rückmeldungen von Hunde- und Katzenhaltern eine sichtbare Rolle spielen.
Eine Spende pro Produkt macht Tierschutz zum festen Teil des Geschäftsmodells
Ein besonders prägnantes Element der Marke ist das Prinzip „1 Tüte = 1 Spende“. Von jedem verkauften Produkt fließt nach Angaben von Tales & Tails eine Spende an ein Tierschutzprojekt. Als aktueller Partner wird Streunerherzen genannt. Zusätzlich werden Produkte, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr regulär verkauft werden können, nach Möglichkeit an Organisationen weitergegeben. Auch Sachspenden wie Decken, Körbchen oder Leinen gehören zum Engagement. Dadurch wird Tierschutz nicht nur gelegentlich zu einer saisonalen Kampagne, sondern als wiederkehrender Bestandteil des Unternehmens dargestellt. Für Käufer bedeutet das nicht, dass jede Kaufentscheidung automatisch ein großes gesellschaftliches Problem löst. Es zeigt jedoch, dass die Marke ihre wirtschaftliche Aktivität bewusst mit einem zusätzlichen sozialen Beitrag verbinden möchte.
Tierwohl spiegelt sich auch in der Beschaffung wider
Tales & Tails betont, bei seinen Produkten kein Fleisch aus Massentierhaltung einzusetzen und alle Produkte ohne Tierversuche herzustellen. Die Marke verweist außerdem auf ihre Listung beziehungsweise Verifizierung im entsprechenden PETA-Kontext. Für Verbraucher, die Tierwohl nicht nur beim eigenen Haustier betrachten, sondern auch die Herkunft tierischer Zutaten berücksichtigen möchten, ist dieser Punkt relevant. Gleichzeitig bleibt Tierfutter mit tierischen Proteinquellen grundsätzlich Teil einer Lieferkette, die Ressourcen benötigt. Der nachhaltigere Ansatz besteht daher nicht darin, diese Realität auszublenden, sondern genauer hinzusehen, wie Rohstoffe beschafft und wie Prozesse verbessert werden. Tales & Tails versucht hier, klare Positionen einzunehmen, ohne seine Kernprodukte völlig neu zu definieren.
Nachhaltigkeit funktioniert am besten, wenn sie mit Alltagstauglichkeit verbunden bleibt
Eine besonders umweltfreundlich klingende Verpackung bringt wenig, wenn das Futter nicht akzeptiert wird und am Ende weggeworfen werden muss. Genau deshalb sind Probiergrößen, kleinere Packungen und Mixpakete auch aus praktischer Sicht sinnvoll. Halter können erst testen, bevor große Mengen gekauft werden. Gleichzeitig können Abonnements für Haushalte interessant sein, die eine Sorte bereits kennen und regelmäßig benötigen. Weniger spontane Fehlkäufe, passende Packungsgrößen und eine sinnvolle Vorratshaltung können ebenfalls Teil eines bewussteren Umgangs mit Tierfutter sein. Nachhaltigkeit entsteht schließlich nicht nur beim Hersteller, sondern auch zu Hause – durch richtige Lagerung, realistische Mengen und das Vermeiden unnötiger Verschwendung.





